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Adobe-Experte Ingo Eichel demonstriert, wie KI die kreative Arbeit neu programmiert

Die Revolution ist bereits in vollem Gange! Bei der M+M Trendsession 2025 im Pforzheimer Zentrum für Präzisionstechnik war Adobe-Experte Ingo Eichel der Fels in der Brandung des rasanten Wandels. Er lieferte keine vagen Zukunftsvisionen, sondern zeigte live, wie Künstliche Intelligenz schon heute die kreative Arbeit fundamental neu programmiert.

Eichel betonte die schwindelerregende Geschwindigkeit der Entwicklung und fasste die atemberaubende Innovationsrate provokant zusammen: „Ich zeige Ihnen heute die schlechteste KI-Lösung, die Sie in den nächsten zwei Jahren nutzen werden.“ Diese Geschwindigkeit sei nötig, denn die Asset-Produktion werde explodieren. Er erwartet, dass sich die Menge der benötigten Assets in den kommenden drei Jahren verfünffachen werde, getrieben durch Hyperpersonalisierung und neue Kanäle.

„SEO ist tot“

Gleichzeitig änderten sich die Spielregeln im Web, da dieses nicht mehr nur für Menschen, sondern zunehmend auch für Maschinen konstruiert werde. Dies führt Eichel zufolge dazu, dass „SEO tot ist – es lebe die Generative AI Optimization“. Mehr als 50 Prozent der Suchanfragen erforderte bald keinen weiteren Klick mehr, weil die KI die Zusammenfassung liefere.

Im Zentrum der kreativen Neuerungen standen die Werkzeuge der Creative Cloud und Adobes GenAI-Modell Firefly. Eichel erläuterte, dass Firefly Boards die Ideenfindung revolutionieren, indem sie eine konversationelle Gestaltung ermöglichten. Statt einzelner Prompts werde ein Bild oder Video iterativ weiterentwickelt, denn: „Ich sage nicht mehr ‚mach mir dieses eine Bild‘, sondern jetzt führe ich eine Konversation.“ Firefly generiere dabei nicht nur Bilder, sondern auch Videos, Soundtracks und kommerziell sichere Soundeffekte, was die Erstellung von Marketingkampagnen, etwa für TikTok, massiv beschleunige.

„Nährwerttabelle“ für Bilder

Ein weiterer wichtiger Fokus lag auf den Themen Vertrauen und Stil. Mit den Firefly Custom Models könnten Unternehmen ihren eigenen Stil, ihre Illustrationen oder ihre Corporate Identity hochladen. Die KI generiere dann neue Inhalte, die diesen spezifischen Stil perfekt aufgreifen würden. Für die gewerbliche Nutzung verspricht Adobe Sicherheit für die eigenen Modelle: „Die können kommerziell sicher benutzt werden.“ Elementar für das Vertrauen in Medieninhalte seien die Content Credentials, ein offener Industriestandard, der wie eine „Nährwerttabelle“ für Bilder fungiere. Diese digitalen Wasserzeichen weisen nach, wer ein Bild aufgenommen hat und welche KI-Bearbeitungsschritte folgten, was auch für die Einhaltung des „EU AI Acts“ relevant sei.

Eichel definierte Demokratisierung, Automatisierung und kommerzielle Nutzung als die drei Kernthemen. Diese Demokratisierung zeigt sich in der „Creative Everything App“ Adobe Express, die Gestaltung für jedermann zugänglich mache. Durch integrierte KI-Assistenten könnten Nutzer nun konversationell Designs erstellen. Diese Agenten-Funktionalität erstrecke sich auch auf Dokumente: Der KI-Assistent in Acrobat Studio könne komplexe PDFs analysieren, Fragen beantworten und

Inhalte zusammenfassen. Dabei war Eichel wichtig zu betonen: „Der halluziniert nicht drum herum, der nimmt die Inhalte.“

Die Story zählt

Auch die Automatisierung für Profis werde einfacher. Dank neuer Add-ons könnten Designer, die nicht programmieren können, nun automatisierte Workflows per Sprachbefehl erstellen. Dies erlaube die schnelle Erstellung von Skripten und löse damit auch sehr kleine, spezifische Probleme effizient.

Abschließend erinnerte Ingo Eichel daran, dass all die beeindruckenden Tools und KI-Systeme nur Mittel zum Zweck seien: „Im Endeffekt zählt die Story, die wir zu erzählen haben – und das macht nicht die KI.“

Autor: Gerd Lache, BadenPresse

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